Mit Schnauzer Freddy zum Beziehungsglück? Hunde als Flirthilfen.
Vorherige Woche belauschte ich in der Kantine ein Gespräch zweier Kollegeninnen. Sonia F. bat Lina K. deren Schnauzer „Freddy (nach Freddy Mercury)“ am nächsten Samstag für einen Spaziergang an die Außenalster auszuleihen. Interessantes Thema dachte ich mir, holte mir noch schnell einen Kaffee und setzte mich „Lausch-strategisch“ perfekt, unweit der beiden Flirt- Strateginnen.
Ich erfuhr weiter, dass Sonia F. ein (stark geschminktes) Auge auf ein Golden Retriever Herrchen geworfen hatte, der samstags das Grün des Alsterufers aufsuchte und dabei bevorzugt in ihrer Straße parkte. Sonias Plan sah folgendermaßen aus: Am Samstag wollte sie voll auf „natürlich“ gestylt solange am Küchenfenster warten bis ihr „Blonder“, wie sie Sr. G.Retriever heimlich getauft hatte, vorfuhr und einparkte, um dann blitzschnell Linas Freddy an die Leine zu nehmen, und dem Blonden mit Hund buchstäblich hinterherzulaufen, ins Gespräch zu kommen und ihn danach womöglich bei einem Kaffee in ihrer Wohnung ein bisschen näher zu beschnüffeln.
Klang ja gar nicht so schlecht ihr Plan, und unbewusst musste ich an meine eigene erotische Flaute denken, die schon viel zu lange anhielt. Wäre da nicht ein Hund genau das richtige gegen Einsamkeit und pro aktiver Freizeitgestaltung sprich Spaziergänge mit erhöhter Flirtgarantie? Am selben Nachmittag noch, googlete ich mich schlauer und war erstaunt wie viel Theorie der Hunde-Flirttechnik gewidmet war. Labradoren, Golden Retriever und Dalmatiner haben gemäß dem LiebesTrendMonitor! der Deutschen Top Partnervermittlung Elite Partner das größte Flirtpotential bei Damen und Herren. Auch die Herr und Frauchen Deutscher Schäferhunde wurden als attraktiv eingestuft. Männer mit Terriern und Pudeln sollen in der Damenwelt alles andere als gut ankommen. Nicola Erdmann ging weiter und plaudert in ihrem Artikel in der Welt aus dem eigenen Nähkästchen. Stolze sechs Jahre als Hundebesitzerin Konvertieren sie in eine Expertin der Materie. Ihr Fazit: Vierbeiner Tapsy verstand es wunderbar männliche Luschen zu entlarven, als Flirthilfe war er jedoch nicht zu gebrauchen.
Kurzum, nach dem Lesen mehrerer Erfahrungsberichte sah ich die Hunde-Flirt Idee wesentlich nüchterner. Ganz davon abgekommen bin ich dann am Montag, als Sonia F Lina K. zerknirscht berichtete, dass Freddy den Retriever dermaßen angeknurrt und beinah gebissen hatte und die Annäherung an den Blonden somit komplett fehlschlug.
Eure Sabine (Single wider Willen)
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