Sexy Frauen retten Männermagazine aus der Krise nicht

Die Männermagazine sind in der Krise. “Matador” wurde eingestellt, “Playboy” und “FHM” verlieren an Auflage. Aber warum ist das so? Will niemand mehr nacktes Fleisch sehen? Die ersten Männermagazine zeigen jetzt auf dem Cover keine Frauen mehr. Und könnten bald sogar Erziehungstipps geben.
Wenn Thomas Schneider über den Medienkonsum von Männern spricht, wird einem angst und bange um die Zukunft von Magazinen, die sich an diese Zielgruppe richten: „Männer“, sagt er, „informieren sich vorzugsweise über das Internet. Im Gegensatz zu Frauen legen sie nicht so viel Wert auf Sinnlichkeit. Sinnlichkeit ist aber die Qualität, die Zeitschriften und Zeitungen ausmacht.“
Schneider ist Experte. Der Zeitschriftenmanager sitzt als erster Journalist seines Hauses in der Geschäftsleitung der Verlagsgruppe Bauer. Vor ein paar Wochen hat er das Männermagazin „Matador“ eingestellt. Er sah für das Blatt keine Zukunft mehr. Die aktuellen Auflagenzahlen geben ihm recht: Von „Matador“ verkauften sich im ersten Quartal 2008 über 10.000 Hefte weniger als im Vorjahr. Der Titel kam nur noch auf gut 155.000 verkaufte Exemplare.
„Matador“ ist kein Einzelfall: Ob „Playboy“ oder „FHM“ – fast alle Titel des Segments verzeichnen rückläufige Auflagen. Besonders dramatisch ist die Lage bei „Maxim“, das fast 15 Prozent seiner Auflage verlor und nun nur noch auf 111.000 verkaufte Exemplare kommt. weiter…










